Gefahrenquelle Kreissäge

Die Kreissäge: eine in Haus und Hof beliebte, aber auch gefährliche Arbeitsmaschine. Allein im Bereich der Landwirtschaft verletzen sich alljährlich rund 200 Personen. Laut Sozialversicherungsanstalt der Bauern verursachen die meisten Unfälle schwere Verletzungen, die vielfach auch bleibende Behinderungen nach sich ziehen.

Dabei handelt es sich um tiefe Schnittwunden an der Haut, aber auch an Muskeln, Sehnen und Knochen. Mitunter werden sogar ganze Gliedmaßen, hauptsächlich Finger, abgetrennt.
Etwa 90 Prozent der Unfälle sind auf menschliches Versagen zurückzuführen. Unachtsamkeit, Konzentrationsmangel, falsche Reaktion, zweckfremde Verwendung der Kreissäge sowie Eile und Leichtsinn zählen zu den häufigsten Verhaltensfehlern. Betroffen ist vor allem die Altersgruppe der 60- bis 65-Jährigen.

Durch die Einhaltung entsprechender Sicherheitsmaßnahmen kann aber auch bei Kreissägen das Unfallrisiko minimiert werden.

  • Unbedingt Schutzbrille und Gehörschutz tragen. Handschuhe dürfen nur dann verwendet werden, wenn für die Holzzuführung eine Wippe oder ein Haltebügel bei der Rolltischkreissäge verwendet wird.
  • Schneidearbeiten mit der Kreissäge erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Solche Arbeiten deshalb am besten am Vormittag erledigen, wenn der Mensch seine höchste Leistungsbereitschaft hat.
  • Für neue Kreissägen gibt es – wie für alle anderen Maschinen auch – seit 1995 neue Sicherheitsbestimmungen. Die CE-Kennzeichnung an der Maschine ist das sichtbare Zeichen für die Erfüllung aller gesetzlichen und normativen Vorgaben. Bei Altgeräten müssen die Sicherheitsvorrichtungen ebenfalls vorhanden sein.
  • Auch Ordnung am Arbeitsplatz reduziert die Gefahr. Herumliegendes Holz sollte sofort entfernt werden.
  • Schutzeinrichtungen keinesfalls abmontieren. Führungseinrichtung und Schiebestock sind wichtig für die Sicherheit beim Arbeiten.

Quelle: Sicheres Vorarlberg