Prävention – Einschleichdiebstahl

Die Polizei beobachtet in den letzten Wochen vermehrt Einschleichdiebstähle und bittet die Bevölkerung in diesem Zusammenhang verstärkt darauf zu achten die Haustüren zu versperren und gegenüber Fremden, an der Haustür gesundes Misstrauen walten zu lassen.

So konnte sich am 4. März ein 26jähriger rumänischer Staatsangehöriger mit einem, am Briefkasten aufgehängten Schlüssel Zutritt zu einer Wohnung in Ludesch verschaffen – eine Polizeistreife konnte ihn in aber unmittelbar darauf im Nahbereich festnehmen.

Gestohlen wurde nichts. Zuletzt konnten zwei verdächtige rumänische Staatsbürger unmittelbar nach dem Einbruch in ein Gartenhaus in Lochau von der Polizei gestellt werden; Aktuell kam es am 18. März in Bregenz zu einem Einschleichdiebstahl bei dem Bargeld gestohlen worden ist.

Der Hausbesitzer war gerade im Garten beschäftigt, als der Täter durch die unversperrte Haustüre ins Gebäude gelangte. Der Bewohner begegnete dem Täter noch im Stiegenhaus, dann flüchtete der Unbekannte auch schon. Um solchen Fällen vorzubeugen ist es wichtig, Haustüren grundsätzlich zu versperren und Schlüssel nicht im Eingangsbereich zu hinterlegen.

Weitere Methoden sind Haustürgeschäfte, Betteln von Haus zu Haus, wo versucht wird Mitleid zu erregen (mit Bildkarten von Kindern etwa), nach Arbeit und danach konkret nach Geld zu fragen. Während die Betroffenen vielleicht Geld holen möchten, verschaffen sich die Täter zutritt.

Oft haben sie es auf Bargeld und Wertgegenstände in der Nähe der Eingangstür abgesehen (Geldtaschen etc.). Es wird empfohlen Bargeld und wertvolle Dinge eben nicht im Eingangsbereich aufzubewahren, um solche Diebstähle zu verhindern.

Darüber hinaus ist das Betteln von Haus zu Haus nach dem Landessicherheitsgesetz verboten, ebenso wie das aufdringliche oder aggressive Betteln oder das Mitwirken von unmündigen Personen. Wird mit Listen u.Ä. gesammelt sollte nach einem Ausweis verlangt oder bei dem Unternehmen direkt nachgefragt werden.

Allgemein kann ein energisches Wegweisen einen ungebetenen Besuch vertreiben. Bei besonders aggressivem Betteln sollte auch die Polizei verständigt werden. Das stille Betteln ist in Vorarlberg aber erlaubt – ob gespendet wird ist die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen.

Die Täter, meist ausländischer Herkunft, sind gut organisiert und auch sehr mobil im Bundesland unterwegs, um möglichst nicht aufzufallen. In betroffenen Gebieten, vor allem Ballungszentren im Rheintal, führt die Polizei verstärkt Streifendienst und Personenkontrollen durch.

Gerade um organisiertes Vorgehen zu erkennen, werden alle Erkenntnisse (Kontrollen, Ergebnisse der Spurensuche) im Landeskriminalamt gesammelt und analysiert.

Quelle: LPD Vorarlberg