JAPAN – DAS GROSSE COMEBACK 2016

Wien (pts016/29.07.2016/18:30) – Gerhard Massenbauer hat bereits vor zwei Wochen in dem von ihm veröffentlichten Newsletterdienst „Massenbauers Strategie Depot“ www.massenbauerdepot.de über neue Chancen am japanischen Aktienmarkt berichtet.

Tokio war seit August 2015 die schwächste Börse der entwickelten Märktet

Obwohl der japanische Aktienmarkt seit 2013 zu den Toppreformern gehörte (seit diesem Zeitpunkt ein Plus von mehr 50 %, während der DAX nur 32% schaffte), hat sie sich vom Einbruch im August 2015 noch nicht erholt. Seit dieser Zeit ist der Nikkei225 von knapp 21.000 auf unter 15.000 Punkte gerutscht – aktuell liegt der japanische Leitindex bei ca. 16500 Punkten.

Bietet Japan eine neue Chance? Politische Veränderungen deuten darauf hin

Die Oberhauswahlen in Japan verliefen für die regierende LDP unter Premierminister Abe wie erwartet positiv. Abe ist nicht dafür bekannt, mit Samthandschuhen zu agieren. Auch kümmert er sich wenig um kritische Stimmen, die seine Politik als langfristig schädlich bezeichnen. Die Entwicklung der japanischen Wirtschaft ist weitaus schlechter als dies beim Amtsantritt von Premierminister Abe in Aussicht gestellt worden war. Vor allem hat die Notenbank in keiner Weise ihr Ziel einer Inflationsrate von 2 % binnen 3 Jahren erreichen können. Dies schürt Erwartungen. Dazu Massenbauer: „Liege ich mit meiner Annahme richtig, wird die japanische Börse in den kommenden Wochen und Monaten aufgrund der allgemein positiven Marktlage, aber auch dadurch, dass die japanische Regierung und die Notenbank sehr stark agieren werden, gestärkt. Abe kann im Grunde machen, was er will. Er verfügt mit seinem Koalitionspartner über eine Zweidrittelmehrheit in beiden Häusern des Parlaments und kann so auch Verfassungsänderungen durchsetzen.“

Welche Impulse sind zu erwarten? Warum ist Japan ein interessanter Markt?

Bei Politikern wiederholen sich häufig historisch beobachtbare Verhaltensmuster. Dies lässt die Lage in Japan gut einschätzen. Als Premierminister Abe im Dezember 2012 gewählt wurde, war klar, dass er mächtig in das wirtschaftliche Geschehen eingreifen würde. Für Massenbauer kam der Startschuss, eine Empfehlung für japanische Aktien auszusprechen aber erst, als es Abe gelang, in der Notenbank seinen Wunschkandidaten – den heutigen Präsidenten Kuroda – einzusetzen. Die Bank of Japan verfolgte ab diesem Zeitpunkt im Vorhinein erkennbar eine klare Yen-Schwächungsstrategie. Ein schwächerer Yen sollte die Wirtschaft und die Inflation ankurbeln und darüber hinaus auch den Kapitalmarkt beflügeln. Die Wirtschaft erholte sich gut. Die Börse stieg massiv an (+ 85 %), doch die Inflation kam nicht in Gang (auch aufgrund des massiv sinkenden Ölpreises). Die Maßnahmen der Bank of Japan sind somit im Grunde wirkungslos verpufft. Zu allem Überdruss ist der japanische Yen gegenüber dem USD seit dem Jahreswechsel um gut 20 % gestiegen. Damit wird es noch schwieriger, die wirtschaftspolitischen Ziele

Im Vergleich zu Japan, werden Herr Draghi und die EZB wie eine Micky Maus-Abteilung aussehen

Gemessen an der Wirtschaftsleistung pumpt die japanische Notenbank gut dreimal so viel Geld ins Bankensystem als die vielgescholtene EZB. Für Massenbauer ist deshalb klar was passieren wird: „Ich denke, die Bank of Japan wird massiv intervenieren. Die Ziele sind relativ klar. Der Yen muss nochmals runter- und die Börse raufgespült werden.“ Ein weiterer Aspekt ist die hohe Staatsverschuldung Japans von mittlerweile knapp 250 % des BIP. Staaten mit dieser Schuldenlast vertragen keine höheren Zinsen. Um vor allem am langen Ende die Bond-Renditen nach unten zu drücken, hat die Bank of Japan bereits in den vergangenen Jahren unglaubliche Mengen an Staatsanleihen gekauft. Das niedrige Zinsniveau am Geld- und Kapitalmarkt drückt gleichzeitig auch auf den Yen-Kurs, zumal Carry-Trades, sprich Kreditaufnahme in Yen und Veranlagung in höher verzinsten Währungen, wie z.B. US-Dollar, attraktiv werden. Somit sind neue Anleihen- und Aktienkaufprogramme, eine Verschärfung der Strafzinsen auf bestimmte Einlagen der Banken bei der japanischen Notenbank sowie eine negative Call Rate (derzeit zwischen 0 und 0,10%) plausible Szenarien. Angesichts des sich dann abzeichnenden Szenarios sollten Investitionen in Japanische Aktien nur währungsgesichert erfolgen.

Über MASSENBAUERS STRATEGIE DEPOT ( http://www.massenbauerdepot.de ) Der „Massenbauer Strategie Depot“ -Newsletterdienst wird gemeinsam mit dem deutschen INVESTOR VERLAG veröffentlicht. Bei den regelmäßig erscheinenden Ausgaben erhalten Leser einen tiefen Einblick und Hintergrundwissen über Gerhard Massenbauers Veranlagungsansatz und exklusive Anlageempfehlungen.

Das Massenbauers Strategie Depot ist in einer Probezeit kostenlos unter

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beziehbar.

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